GIGMIT PRÄSENTIERT: APPLES IN SPACE + INGVAY
GIGMIT PRÄSENTIERT: APPLES IN SPACE + INGVAY
Di 07 Nov
  Di 07.11.2017 - 20:00   7,-   Singer Song, Pop/ Indie, Musik, Rock   0

APPLES IN SPACE (Indie-Rock/Berlin)
INGVAY (Singer-Songwriter/Hannover)

APPLES IN SPACE:
The Shame Song, so lautet der Titel des neuen, zweiten Albums von APPLES IN SPACE, der Band um Julie
Mehlum und Phil Haussmann, das am 11. November über das bandeigene Label erscheint. Es ist in jeder
Hinsicht vielseitiger ausgefallen als noch der von Richard Pappik produzierte, sparsam arrangierte, vorwiegend
akustische Vorgänger, ohne jedoch – und das ist das Erstaunliche – an Intimität einzubüßen. Live eingespielt und
von der Band selbst produziert, spielt das Album mit verschiedenen Elementen, kehrt das prägende Stilmerkmal
der Band – nämlich rohe Stille mit dramatischen Soundexplosionen zu verbinden – weiter und deutlicher denn je
hervor. Man merkt der Band ihr Wachstum an, nicht nur zahlenmäßig – seit September 2015 sind sie zu viert.
Neben Julie Mehlum (Gesang, Klavier, Akkordeon) und Phil Haussmann (Gesang, Gitarre) haben sich Jonathan
Sieweck am Schlagzeug und Janusz Hüsges am Bass hinzugesellt. Nein auch textlich, was das Songwriting
anbelangt, erreicht das einstige Duo eine neue Vielschichtigkeit. Themen wie Essstörung und Sucht (“Shame”),
Depression (“November”) finden in ihren Songs ebenso Beachtung wie Date Rape (“Behind Closed Doors”), die
Realitäten des Lebens als Indiemusiker (“(A Tin Can) Odyssey”; “Upon This Wave (We’re Floating)”) und
zerstörerische Beziehungen (“Because The Nights Are Endless”) – während “Manor Hotel” ein so ernsthaftes und
unkitschiges Liebeslied über die Beziehung von Julie und Phil ist, daß man sich schon fast als Eindringling fühlt.
Ein neuer Abschnitt für die Band also. Als Musiker, Partner, Freunde. The Shame Song klingt nach Großstadt,
nach Entwurzelung und urbaner Sinnsuche, ist dem amerikanischen Folk gleichermaßen verpflichtet wie auch
einer Idee von Punkrock.
Die Geschichte der Band, des Kennenlernens ihrer beiden Protagonisten Julie und Phil – inzwischen auch privat
ein Paar -, wirkt sagenumwoben, verwunschen und ist doch nicht erfunden. 2010 war das in Berlin bei einer
illegalen Party am Gleisdreieck. Phil arbeitet zu der Zeit als kellnernder Barmusiker in einer legendären
Kreuzberger Schwulenkneipe. Schläft dort auch meist auf der Couch. Für Julie ist es ihre erste Nacht in Berlin.
Ihre Heimat Norwegen hat sie hinter sich gelassen, gerade gestern, ihrer Punkband gekündigt und sucht nun –
InterRail Ticket in der Hand -, Ihr Glück woanders. Weit weg. Berlin auf dem Weg nur ein Zwischenstopp, so
jedenfalls der Plan. Ja wenn da nicht… Im Scheinwerferlicht eines alten Autos, vor dem Phil mit seiner damaligen
Band auftritt, kreuzen sich ihre Blicke. Binnen weniger Minuten singen sie zusammen und der Rest ist, nun ja,
Geschichte. Drei Tage lang bleiben sie wach, trinken an der Spree, fahren ziellos in der U-Bahn umher,
schreiben und singen. Schicksalsfügung könnte man meinen. Genug Stoff jedenfalls um Legendenbildung zu
betreiben. Wäre der Band der Gedanke nicht so zuwider.
Schon zwei Monate später tritt das Duo beim Øya Festival in Oslo auf. Phil entscheidet sich nach Norwegen zu
ziehen, kurze Zeit später entsteht in Eigenregie ihre erste EP. APPLES IN SPACE sind geboren. Das Paar arbeitet
in unheimlichen Bars, schläft bei Freunden auf der Couch und landet schließlich auf der Straße. Zeit nach Berlin
zurückzukehren. In eine verschimmelte Ein-Zimmer-Wohnung. Zumindest ein Dach über dem Kopf. Am Set von
„Hai-Alarm am Müggelsee“, bei dem sie als Praktikanten arbeiten, werden sie von Co-Regisseur Sven Regener
entdeckt, der mit ihnen nicht nur die zweite EP aufnimmt, zuhause in seinem Wohnzimmer, sondern die beiden

auch gleich mit auf Tour einlädt als Support von seiner Band ELEMENT OF CRIME. Das darauffolgende bereits
angesprochene selbstbetitelte Debütalbum dokumentiert eben jene verrückten Anfangstage, vom ersten
Kennenlernen bis zur Albumproduktion.
2015 spielen sie um die 70 Konzerte, u.a. wieder als Vorband von ELEMENT OF CRIME, außerdem den
VILLAGERS, und sie komponieren Stücke für Film, Fernsehen und Theater (z.B. „Hamlet“ im Berliner
Ensemble). In dieser Zeit wird auch der Wunsch nach einer richtigen Band immer lauter. Sie ist schnell
gefunden. In Freunden aus Punkband-Zeiten: Janusz Hüsges, gerade am Ende einer langjährigen
Beziehung, bricht sein Studium ab und übernimmt den Bass; Jonathan Sieweck, sowieso Aussteiger und
Vollzeitmusiker, nimmt hinter dem Schlagzeug Platz. Gemeinsam zieht die Band in eine Zwei-ZimmerWohnung
und begibt sich an die Arbeit.
Sie gehen mit einer Leidenschaft zu Werk, die beispiellos ist. In allem was sie tun, sei es im Leben, der
Musik, dem Artwork, ihren Musikvideos oder der eigenen Homepage.
„What a shame, what a shame, they only know my father’s name“, heißt es in der Vorabsingle “(A Tin
Can) Odyssey”. Hoffen wir, daß es der Band nicht so ergeht wie bei ihrem Debüt, in der Rezeption nur
wahrgenommen zu werden als Band des Leander Haußmann Sohnes. Das wäre töricht und ungerecht.

 

INGVAY:
Es sind die feinen Grooves – locker und mit Biss – von denen INGVAYs Americana-Songwriter-Blues lebt.

Dynamisch, positiv und beruhigend warm schlägt der Fingerstyle-Gitarrist die Brücke zwischen echtem Songwriting, eingängigen Melodien und sattem Sound –
ob solo oder mit exzellenten Mitmusikern.

INGVAY schätzt DIRE STRAITS, CLAPTON, JJ CALE und ist einer, der meint, was er singt.

Als Sound-Spezialist ist INGVAY seit über 20 Jahren europaweit auf Tour – mit Roger Cicero, Heinz Rudolf Kunze, Wolfgang Niedecken, Jasmin Tabatabei, Chilly Gonzales, Lizz Wright, Jazzanova und vielen anderen.

2016 kam sein eigenes Studio-Album, 2017 erschien die Live-CD/DVD “The Green House Concert”, die einen Eindruck dieser bewegenden Live-Performance gibt.

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